Eigentlich sollte heute Nachmittag vor laufenden
Kameras eine reiterlich glanzvolle Show-Vorführung zur Ankündigung der
diesjährigen Meisterklasse über die Bühne gehen, dann kam alles ganz anders ...
Im Herzen der isländischen Hauptstadt Reykjavík waren 12 Reiter mit ihren
Pferden angetreten, um Werbung zu machen für ihre bald beginnende Turnierserie "Meistaradeild
VÍS", gesponsert vom gleichnamigen Versicherungs- und Finanzdienstleister. Dabei
sah anfangs alles noch ganz prima aus, wie das erste Foto belegt. Dann
allerdings brach mit großem Getöse die Eisfläche.
Sie hielt der Last von Pferden, Reitern, Zuschauern, Kamera-Ausrüstung & Co.
nicht stand, und so landete Islands versammelte Reiter-Elite in den Minusgraden
des Sees, auf dem sie eigentlich tölten und in dem sie ganz sicher nicht
schwimmen wollten.
Es ging alles rasend schnell, binnen kürzester Zeit waren aber ausreichend viele
Helfer zur Stelle, um die 12 bzw. 24 "Einbrecher" vor ernsthaften Frostbeulen zu
bewahren. Unter ihnen waren solche Top-Stars wie der Landsmót-Sieger im
Viergang, Ísleifur Jónasson, mit seinem 12-jährigen Fuchshengst Röðull frá
Kálfholti (die beiden gewannen Anfang Juli 2008 das Finale im B-Flokkur mit
sagenhaften 9,15 Punkten).
Die hier gezeigte Fotoserie der Kollegen von Eiðfaxi und Morgunblaði
dokumentiert diese ereignisreichen 10 Minuten am hauptstädtischen Binnensee.
Auch ein Video ist von diesem eisigen Unfall entstanden - Kameramann Daníel Ben
wird dieses hoffentlich schnellstmöglich online bereitstellen. Fjölnir
Þorgeirsson, Chef des Onlinedienstes Hestafréttir, sprang obendrein vor Ort
höchstpersönlich als einer der Retter mit ins Wasser und wurde anschließend für
seine Heldentat von den Reitern und vom Publikum gefeiert. Wünschen wir ihm und
allen weiteren Freischwimmern eine gelungene "Wiedererwärmung".

Video von diesem Einbrechen http://www.hestafrettir.is/Frettir/5595/
Oder auf Youtube http://www.youtube.com/watch?v=tmg3BkHrGVQ